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Yellow Jumps Twice: BE IMPRESSED

About albums

Indierock/Britpop

YELLOW JUMPS TWICE

22113“

(whyj2.com)

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Artverwandt: Psychedelic Furs; Richard Butler; Peter Murphy; The Beatles; Oasis

 

Jahr um Jahr schmiedet Sebastian Teufel, kreativer Kopf der Formation „Yellow Jumps Twice“ seine Pop-Schmuckstücke britischer Prägung. Nach einem Soloausflug und dem Umzug von Frankfurt nach Hamburg gibt es nun mit der EP „22113“ (Postleitzahl der neuen Studio-/Probenraumadresse) das erste Lebenszeichen der neu formierten Band. Die vier dort gebotenen Songs beweisen erneut, dass Britpop made in Germany hervorragend funktioniert. „In Beauty And In Grace“ basiert auf einer Pianolinie, die auch Coldplay gefallen würde und die sich als eine Art Puls durch den ganzen Song zieht, allerdings manchmal durch die melodiöse, druckvolle Soundwand der übrigen Instrumente zurückgenommen wird – um dann doch wieder in alter Stärke aufzutauchen. Das Orgelintro von „King Of The World“ in Kombination mit Teufels Gesang hat einen progressiven Touch und etwas von den frühen Genesis. Auch die Strawberry-Fields- sprich psychedelischere Seite der Beatles und ein Hauch von Oasis kommen einem in den Sinn. „Moths Keep Flying“ mischt Goth-Grundrythmus und -Orgel mit gradliniger Rockgitarre zu sphärischer Stimmung mit Abtanz-Faktor. Eine Ballade darf natürlich nicht fehlen: „Where Are You Now“ schlägt eine langsamere Gangart ein und entwickelt sich mittels Piano, Keyboardteppich, einfühlsamem Bass und effektvoll eingesetzter Akustik- und E-Gitarre(n) zu einer wehmütigen, nachdenklichen Hymne. Teufels Stimme, die sowohl an Richard Butler (Psychedelic Furs) als auch an Peter Murphy in seinen Solozeiten erinnert, ist das unverkennbare Markenzeichen der Band, der schon jetzt für ihren nächsten Longplayer möglichst viel Aufmerksamkeit und Airplay zu wünschen ist.

Top-Track: Moths Keep Flying

Julia Vetter

Julia Vetter - Eclipsed writer (Nov 3, 2012)

Brit-flavoured Indierock

YELLOW JUMPS TWICE

22113“

(whyj2.com)

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Artverwandt: Blue October; The Airborne Toxic Event; Kings Of Leon; R.E.M.

Aus dem Raum Frankfurt kommend, sind die Indie-Rocker Yellow Jumps Twice unter Federführung von Sänger und Gitarrist Sebastian Teufel seit 2000 aktiv. In dieem Jahr stand der Umzug nach Hamburg an. Ihre neue EP „22113“ (PLZ der neuen Studioadresse) mit vier Tracks im Gepäck startet smooth, melodisch und ähnlich wie Fury In The Slaughterhouse offen für Pop-kompatible Mainstream-Avancen. „In Beauty And Grace“ ist schlicht romantischer Poprock, doch „Moths Keep Flying“ ankert näher an härterem, Rhythmus-getriebenem Indie à la R.E.M. und Midnight Oil. „Where Are You Now“ ist eine waschechte Ballade für Träumer auf der Suche nach ihrem Seelenpartner, verziert mit Piano, Klampfe und viel erinnerungstrunkenen Synthie-Streichern. Spätestens beim schwelgerischen Gitarrensolo kommt so richtig Wehmut auf. Zum Schluss eine Überraschung: „King Of The World“ erweitert den Melodie-intensiven Indie-Reigen um psychedelisch-artrockige Töne: Ein beatleskes Flöten-Mellotron erhebt dieses Midtempo-Stück über den bloßen Indie-Horizont hinaus und das finale Gitarrensolo erinnert gar an Marillions Steve Rothery. Mit etwas mehr Mut zum Experiment jenseits melodischen Schönklangs könnten Yellow Jumps Twice gar zu ihrem dritten echt weiten Sprung ansetzen.  

Top-Track: King Of The World 

WS 

Walter Seher - Eclipsed writer (Nov 3, 2012)

Yellow Jumps Twice lassen sich treiben in großen Gefühlen und Harmonien, was sie oft in hymnische Weiten führt. Die gedämpfte Euphorie der Hamburger Indietruppe überträgt sich aber auch in intimen, kleinen Szenerien. Dann denkt man bei den Songs aus Sebastian Teufels angerauter Kehle an einen nächtlichen Bargast, vielleicht am selben Tresen wie Glen Hansard oder I Am Kloot.

Ulrike Rechel, Musikjournalistin (tip Berlin)

Ulrike Rechel - Tip Berlin (Nov 3, 2012)